Eine Falterbitte…

Dieser Text enthält Links zu Websites, denen ich vertraue. Dass auch dort Daten von Ihnen gespeichert werden, ist Ihnen sicherlich bewusst.

… oder eine Bitte im Namen der Falter oder eine Bitte, von der ich glaube, dass Falter sie gut finden könnten … Ich habe natürlich nicht die geringste Ahnung, was Falter gut finden würden, aber leben tun wir doch alle eigentlich ganz gern und nach Wehklagen und melancholischen Texten über das stille Schwinden der Falter ist mir ein zarter Versuch dem entgegen zu treten über den Weg gelaufen:

Der Imkermeister Thomas Radetzki hat eine Petition an den Deutschen Bundestag gestartet, in der es darum geht, dass Pestizide vor ihrer Zulassung (oder dann hoffentlich Nichtzulassung…) wesentlich gründlicher auf ihre Auswirkung auf Bienen und andere Insekten getestet werden. Das scheint bis jetzt erschreckend oberflächlich zu laufen. Immer wieder werden Pestizide wieder vom Markt genommen, weil sie doch bienenschädlicher sind, als bei ihrer Zulassung prognostiziert wurde. Auf der verlinkten Website wird das Ganze besser und genauer erlärt, als ich es je könnte, daher weise ich Interessierte freundlich in diese Richtung. Weiterlesen

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Nächtliches Intermezzo

In der Stunde, in der der Schutzmantel der Seele am durchlässigsten ist, in der Stunde der Nachtgespenster, werde ich wach. Durchs geöffnete Fenster faucht der Wind, die Baumkronen, die unser Zuhause im zweiten Stock so wundervoll umkränzen, sind in ächzender Aufruhr.

Hat mich das geweckt? Oder waren es die zwei eisekalten Füßchen, die sich unter mein Nachthemd schieben, die ebenso klammen Händchen, die sich um meinen Nacken legen?

Was ist das?, fragt ein banges Stimmchen.

Und ich antworte, was Eltern seit Menschengedenken ihren Kindern antworten, wenn sie wach werden, in den Stunden, in denen die Gespenster unterwegs sind: Es ist nichts, es ist nur der Wind. Du brauchst dich nicht zu fürchten. Und hör mal: Es regnet. Weiterlesen

Österliches

Aus diesen und jenen Gründen und vor allem weil nicht abgeschlossen war (Kinder, die glauben erwachsen zu sein, grmpf) bin ich nach abgesandter Etüde mitten in der Osternacht zum Schrebergarten gelaufen. Einmal angekommen und die nötigen Handgriffe erledigt, konnte ich natürlich nicht widerstehen mit der Taschenlampe übers Grundstück zu streiche: Kein Igel, keine Kröte, kein Frosch. Schade. Doch haben sie schließlich keinen Vertrag mit mir.

An den Bienenstöcken dagegen , wo ich wirklich nichts und niemanden erwartet hatte, herrschte ein sommerliches Treiben wie im Schanzenviertel (ein beliebtes Partyviertel hier in der Stadt). Weiterlesen

Die Listen der Frau T. (ABC-Etüde)

Schon wieder eine Etüdenspanne vergangen, ohne dass etwas erschien auf diesem Blog. Dabei habe ich diese Woche geschrieben, sehr viel geschrieben sogar, aber meine Worte sind verletzlich, unsicher, leicht zu kränken.  Texte, die nicht stark genug sind, sich den Winden der Veröffentlichung zu stellen, als müssten ihnen noch Panzer wachsen aus Schönheit und Zärtlichkeit, um nichts und niemanden zu entblößen, außer vielleicht mich selbst.

Ein bisschen fremd sind meine Texte mir in diesen Tagen, auch der, der jetzt folgt, den ich aber reinen Gewissens auf die Straße schicken zu können glaube. Weiterlesen

Zwei Vögel im Café (nachgereichte ABC-Etüde)

Am kommenden Sonntag nun, am Palmsonntag, wird der Große Fundevogel konfirmiert, auf ausdrücklichen eigenen Wunsch hin. Konfirmation heißt Bestätigung, die Bestätigung einer Taufe, die erst vor kurzer Zeit stattfand, aber auch die Bestätigung von 15 Jahren Zusammenleben im Nest.

Der Fundevogel ist so was von aufgeregt und die Fundevogelmutter auch.

Weil so ein Fest gefeiert werden will, ist im Nest emsiges Treiben ausgebrochen, das Einladen, Planen, Vorbereiten, Gäste unterbringen füllt die Stunden.

So darbte hier noch eine Extratüde unbemerkt fast fertig vor sich hin und verpasste ihren Abgabetermin am vergangen Sonntag . Weiterlesen

Für Ulli Gaus Alltags-Projekt: Aus dem Nestalltag (3)

Das spannende Projekt „Alltag“ wird fortgesetzt. Wieder ist bei Ulli Gau im Café Weltenall ein buntes Kaleidoskop von Texten eingetrudelt, die zeigen, wie verschieden Alltag doch sein kann.

Auch ich setze meine Nestalltagsreihe gern fort.

Weil hier letze Woche alle krank waren, ich dieses Wochenende arbeiten muss und die Fundevogelkonfirmation am nächsten Wochenende ihre Schatten voraus wirft, habe ich es mir diesmal einfach gemacht und auf einen alten Text von mir zurückgegriffen. Er erschien erstmalig  im 2.Quartal 2016 unter dem – wie ich fand – nicht sehr gelungenen Titel Hausbesuch von der Großfamilie im Hamburger Blickpunkt Pflegekinder, für den ich manchmal ehrenamtlich schreibe, ich habe ihn leicht überarbeitet. Weiterlesen