Exzentriker– Julian und Cardámine 25

Für alle, die jetzt erst einsteigen: Hier fängt die Geschichte an und geht dann fortlaufend nummeriert weiter:

Gewöhnliche Gewitter kamen rasch, wüteten heftig und waren schnell vorbei. Dieses Gewitter hatte Überlänge: Seit über drei Stunden gurgelten Bäche durch die Beete, Wasserfälle stürzten vom Dach des stelzbeinigen Hühnerhäuschens. Erbost hatte das Federvieh darunter Schutz gesucht. Madame Noires Schimpfen war trotz des trommelnden Regens durch die geschlossenen Fenster zu hören. Weiterlesen

Feindesliste — Julian und Cardámine 24

Für alle, die jetzt erst einsteigen: Hier fängt die Geschichte an und geht dann fortlaufend nummeriert weiter:

Arthur, Augenärzte, Baby-Born-Mädchen, Babyrobbenjäger, Barbiepuppen-Mädchen, Dennis, Erkan, Julian, Pelztierzüchter, Sascha, Sportlehrer, Zahnärzte.

Und Tamino gehörte jetzt auch dazu! Zwischen die Sportlehrer und die Zahnärzte.

Pamina schnaubte. Nachdem sie ihre Feinde alphabetisch sortiert hatte, war ihr Zorn fast verflogen. Beinahe war es befriedigend so viele Feinde zu haben. Etwas nach dem Alphabet zu ordnen tat fast immer gut. Noch einmal begann sie: Arthur, Augenärzte, Baby-Born… Weiterlesen

Badewanne — Julian und Cardámine 23

Der Kleine Fundevogel schläft, am helllichten Tag. Was hat das nun wieder zu bedeuten? Tiefenentspannung nach fünf Wochen ohne Kita? Oder doch krank?


Für alle, die jetzt erst einsteigen: Hier fängt die Geschichte an und geht dann fortlaufend nummeriert weiter.

„Voll mies gelaufen, das alles“, murrte Dennis. Zu zweit hockten sie auf Taminos Bettkante. Tamino selbst saß nebenan in der Badewanne.

Der Feenfernseher hatte sich kaum transportieren lassen, er war schwer und unhandlich, alle paar Meter hatten sie ihn abstellen müssen, sonst wäre er ihnen aus den Händen geglitten. Etwas anderes als Pfützen hatten die Wege zum Abstellen nicht geboten. Keine Regenjacke hatte diesem Wetter standgehalten. Weiterlesen

Filipendula — Julian und Cardámine 22

Heute ungewöhnlich früh, ich habe gleich Spätschicht und grüße hektisch wie Jo und Cardámine.


Für alle, die jetzt erst einsteigen: Hier fängt die Geschichte an.

Kaum hatte der schüchterne Jungmensch seinen letzten Satz zu Ende gesprochen, war Ortiga verschwunden. In immer größer werdenden Kreisen flog eine einzelne Fee über die Wiese und schwebte schließlich den Mittelstamm hinauf zu Ortigas verwittertem Kobel.

„Ortiga! Ich bin es, Filipendula! Wo bist du?“

Filipendula hatte geglaubt, in ihrem Alter könne sie nichts mehr aus der Fassung bringen. Jetzt sank sie auf einem Ast zusammen, ratlos wie eine übertölpelte Jungfee. Weiterlesen

Der Hamster und seine Rumpelkammer (ABC-Etüde)

Das noch immer im unruhigen Dornröschenschlaf dahintreibende Krankenhaus hat mir heute zwar nicht ganz frei, aber einen Rufdienst gegeben, der bis jetzt nicht angefordert wurde und nun auch vermutlich nicht mehr wird. So entstand tatsächlich noch Raum für eine Art Etüde, man könnte sie auch schlicht als Gedankensalat bezeichnen, herum geschrieben um die Wörtespende (Rumpelkammer, mutvoll, zehren) des Etüdenerfinders Ludwig Zeidler, derzeit leider ohne Blog. Weiterlesen

Fernseher– Julian und Cardámine 21

Für alle, die jetzt erst einsteigen: Hier fängt die Geschichte an.

Dennis tobte. Julians Idee von den Feindfeen fand er vollkommen abwegig. Er jedenfalls würde sich heute nicht noch einmal durchweichen lassen. Die Feen könnten ihn mal. Von ihm aus könne dieser Sportplatz gebaut werden, das sei wesentlich cooler als diese Flatterzicken.

Während Dennis sich aufregte, kam Tamino angeschlichen. Keine Frage, er rechnete mit Ärger, wegen der vermasselten Wünsche, doch Julian fragte ihn nur, ob er nicht auch glaube, dass sie an die falschen Feen geraten waren. Weiterlesen

Abgestürzt — Julian und Cardámine 20

Für alle, die jetzt erst einsteigen: Hier fängt die Geschichte an.

Sturmböen prügelten uns durch. Mit jähem Entsetzen sah ich Achillea durch mein Blickfeld fallen. Platschend hörte ich sie auf den Grund schlagen. Ich konnte nicht sehen, ob sie über oder unter Wasser lag, ob sie lebte oder zerschmettert war. O Sonne, flehte ich, setze dieser unfeelichen Qual ein Ende. Weiterlesen

Gewitter — Julian und Cardámine 19

Wenn ich könnte, würde ich mir auch ein regenreiches Gewitter wünschen. Ich habe heute das letzte Gießwasser aus meinen fast 1000 Liter Regentonnen geschöpft. Natürlich liegt das auch an meinem Projekt „Blumenhecke“, die an die zwei Meter hoch werden soll und ein Eldorado  für Insekten, Vögel und Feen werden soll. Noch krepeln meine Pflänzchen und Sämlinge aber bescheiden ein paar Zentimeter über dem Erdboden und wollen gehegt, gepfegt und getränket werden. Also bitte Regen. Aber wiederum nicht sooo viel. Ist schon vertrackt mit der Wünscherei. Weiterlesen

Tamino — Julian und Cardámine 17

Für alle, die jetzt erst einsteigen: Hier fängt die Geschichte an.

Seit dem Abklingeln zur zweiten großen Pause hatte Tamino nur noch den Wunsch gehabt sich niemals auf dieses Feenrettungsunternehmen eingelassen zu haben. Erst recht nicht zusammen mit Dennis, dem schrecklichsten Jungen der ganzen Schule. Letztes Jahr, als Tamino noch die Vorschule besuchte, war er von Dennis in einen Müllcontainer gesperrt worden. Dennis und Arthur hatten ihn gepackt, als er fern der Pausenaufsichten durch verbotene Gebüsche gestromert war. Weiterlesen