Vergoldet — Julian und Cardámine 61

Für alle, die jetzt erst einsteigen: Hier fängt die Geschichte an und geht dann fortlaufend nummeriert weiter:

Ohne weitere Worte verließen Achillea und Filipendula das Festmahl. Waren sie beleidigt, weil der Junge Dennis und der Mann Frank sich vor unseren Tränken ekelten?

Matricaria hatte zum Abschied prophezeit, wir würden uns schneller mit unseren Menschennachbarn entzweien, als ein Kaninchen blinzeln kann. Ich hatte abgewinkt, aber die Sorge war gesät.

Fieberhaft überlegte ich, wie ich sie alle beschwichtigen konnte, da kamen die beiden schon zurück. In ihren Gesichtern stand alles andere als Zorn. Ich war empfindlich geworden. Kein Streit lag in der Luft. Im Gegenteil: Achillea legte mir feierlich einen neuen Zauberstab in den Schoß. Wunderbar poliertes Erlenholz. Ein Teil der Sechs-Stämme-Erle! Den filigran geschnitzten Stern an der Spitze hatte sie mit ihren eigenen Tränen vergoldet. Das würde ich meiner Freundin nie vergessen. Ein dicker Kloß saß in meinem Hals, als ich sie umarmte.Du wirst eine große Zauberstabschnitzerin sein.“

Lila vor Rührung drückte sie mich an sich. Neben mir bewunderte Anemona ein ebenso perfektes Machwerk aus Birkenholz. Hatten Filipendula und Achillea in den vergangenen Nächten eigentlich geschlafen? Packen, Kobel-und Teichbau allein hatten uns vom Aufgang bis zum Niedergang der Sonne beschäftigt. Filipendula tippte Achillea auf die Schulter.

„Dieser ist für dich. Von Pulsatilla. Auch ein Stück unserer alten Erle.“

Jetzt war meine Freundin sprachlos. Unendlich freute uns dieses Band zwischen alter und neuer Feenwasser.

„Cardámine! Wünsch‘ dir was! Irgendwas, ich möchte den Pollen stäuben sehen.“

„Musik! Was könnte fee sonst wünschen an so einem Abend?“

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