Freuden des Gärtnerns (nachgereichte ABC-Etüde)

Drei Tage die Woche geht der Kleine Fundevogel nun zur Kita, das heißt eigentlich geht er in den Park, aber zusammen mit den Erzieherinnen und einem Teil der Kita-Kinder. Andere werden in der Kita betreut und durch verschiedene Eingänge, die mir noch nie aufgefallen waren, zu ungewöhnlichen Zeiten hereingeschleut. Abenteuerkita. Dem Kleinen Fundevogel gefällt es.

In den freien Stunden versuche ich ein wenig das angestaute Chaos zu entwirren, mit mäßigem Erfolg. Weiterlesen

Im Wäldchen (ABC-Extra-Etüde)

Vieles bleibt liegen in dieser verrückten Coronazeit: Der Kleine Fundevogel ist wunderbar und liebenswert, aber eben auch nach wie vor völlig unberechenbar. Lieb und aufmerksam erlernt er das Zähneputzen – und drückt dann schneller als ich Stop sagen kann die Zahnbürste so tief in den Siphon, dass ich alles auseinanderschrauben muss.

Er darf aus guten Gründen auf keinen Fall allein auf den Balkon und schafft es trotzdem den Schuh seiner Schwester über jemanden drüber aus der Stube heraus über die Balkonbrüstung zu werfen zum Glück auf niemandens Kopf. Weiterlesen

Lillys Ernüchterung (ABC-Etüde)

Die sich kringelnden Coronatage laufen weiter. Ich trudele zwischen Arbeit und Kinderbetreuung und habe das Gefühl gar nichts zu tun, obwohl das Gegenteil zutrifft. Gefühlt könnte ich drei Wochen durchschlafen.

Hätte ich nicht meine Feengeschichte, wäre dieser Blog eine coronabedingte Wüstenei. Aber die Geschichte wird am 2. Juni endgültig zu Ende sein. Dann möchte ich wirklich wieder etwas Neues schreiben, es gibt ja ein Wispern, das von Kita ab 8.6. raunt. Glaube ich aber erst, wenn der Kleine Fundevogel durch die Pforte getreten ist. Weiterlesen

Morgen früh um vier (ABC-Etüde)

Letzte Etüdenrunde musste ich passen, ich hatte zwar eine Etüde im Kopf, aber keine Ruhe sie aufzuschreiben, deshalb habe ich mir die Freiheit genommen, die Wortspenden von Frau Myriade( Teppich, gläsern, flattern) und Herrn Olpo Olponator (Katamaran, totschweigen, großspurig) in einer einzigen Etüde zu verarbeiten, ich hoffe die beiden sehen mir das nach.

Nachdem es anlässlich einer anderen Etüde bereits zu Missverständnissen kam, betone ich ausdrücklich: Die in dem Text vertretene Meinung zu den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ist NICHT meine eigene, wiewohl eine, mit der ich mehrmals täglich konfrontiert bin, wenn auch mit deutlich anderer Wortwahl. Und ich habe keine Schuppentür vernagelt, nicht mal in Gedanken. Weiterlesen

Der Hamster und seine Rumpelkammer (ABC-Etüde)

Das noch immer im unruhigen Dornröschenschlaf dahintreibende Krankenhaus hat mir heute zwar nicht ganz frei, aber einen Rufdienst gegeben, der bis jetzt nicht angefordert wurde und nun auch vermutlich nicht mehr wird. So entstand tatsächlich noch Raum für eine Art Etüde, man könnte sie auch schlicht als Gedankensalat bezeichnen, herum geschrieben um die Wörtespende (Rumpelkammer, mutvoll, zehren) des Etüdenerfinders Ludwig Zeidler, derzeit leider ohne Blog. Weiterlesen

Die Liese (ABC-Extraetüde)

Der März 2020 war außergewöhnlich lang, so verwundert es nicht, dass er fünf Sonntage hatte und in solchen Monaten werden bei Christiane Extraetüden angerichtet, fünf gespendete Wörter in 500 Wörtern verpackt.

Die Wörterspenden stammen aus den beiden vorigen Etüdenrunden, in diesem Fall von von Elke Speidel und Corly

Die Geschichte von der Liese trage ich schon die ganze Woche mit mir herum, auf die Idee eine Etüde daraus zu machen, bin ich erst jetzt gekommen.

Meine verlorene Freundin zitierte immer wieder Kurt Tucholsky (und da ich die Quelle nicht weiß, kann ich jetzt nur aus dem Kopf zitieren): Wie können nicht einen Sinn stärken, der über dem Menschen die Menschlichkeit vergisst. Weiterlesen

Frühjahrsdurchsicht (ABC-Etüde)

Es ist mir nicht gelungen.
Ich wollte zu Elke Speidels inspirierender Wortspende Forsythien, lächerlich, erfrieren eine garantiert coronafreie Fantasyetüde schreiben, aber das Thema dringt mit seinen langen, bohrenden Wurzeln invasiv in jeden Winkel des Kopfes vor.

Im Augenblick antworte ich auf 90 Prozent der Fragen meiner Kinder: Nein, ist nicht– wegen Corona. Besonders der Große Fundevogel, der sich noch nie allein beschäftigen konnte und fast immer unterwegs ist, ist sehr unausgeglichen. Weiterlesen

Kein Sonnenuntergang (ABC-Etüden-Fundstück)

Mein Laptop ist wieder bei mir, mit einer neuen Festplatte, die im Gegensatz zur alten funktioniert, aber leider weitgehend nackedei ist.

Also suche ich meine alten Texte zusammen, die auf einer bunten Mischung Speichermedien überdauerten (bei der Behördenkorrespondenz habe ich diese Voraussicht sträflich vernachlässigt), wühle knietief im Wust dessen, was mir vor zehn, zwanzig, dreißig Jahren durch den Kopf ging, kann nicht lassen von den alten Texten, komme deswegen nicht dazu neue zu schreiben und finde eine quasi fertige Etüde zu Corlys sanfter Wörterspende – Sonnenuntergang, fliegen, warm – geschrieben 1998, nur ein einziges Wörtchen musste ich ändern. Weiterlesen

Februarerwachen (ABC-Etüde)

Die Wortspende vom Berlin-Autor Renédümpelte hier eine ganze Weile vor sich hin, trieb ihren Schabernack mit mir. Die Wörter Schabernack, breit und erheben mochten sich zu keinem rechten Text zusammenfinden, denn der schabernackreiche Karneval fließt in Mäandern um unserer Nest herum, nur der Kleine Fundevogel hat als Kleine Hexe mit dem Pappraben Abraxas auf dem Blocksberg im Kindergarten getanzt. Weiterlesen

Tetris im Keimzoo (ABC-Etüde)

Drei Wörter in einem höchstens 300 Wörter langen Text – Christianes Schreibeinladung ist immer wieder eine Herausforderung.

AliceWortspende (Grippe, gebleicht, knuddeln), die schön zur derzeitigen Erkältungswelle passt, nutze ich dieses Mal, um aus dem Nähkästchen Desinfektionsmittelfläschchen zu plaudern.

Alle anderen Endzeitdramen und Erkältungspossen finden sich bei Christiane, die auch die Illustration zur Verfügung gestellt hat, die Fotos unterm Text stammen von meinem Arbeitsplatz. Weiterlesen