Die kleine Schwester der Zauberei

Auf meinen Text von vorgestern über den Großen Fundevogel und auch auf den über den Kleinen vom Sommer bekam ich schöne und herzwärmende Kommentare.

Dafür noch einmal den allerherzlichsten Dank.

Und mag es sich auch ein wenig verrückt anhören, nicht nur die Kommentare, auch die Texte erwärmen mein eigenes Herz, das sich nach Wärme sehnt, denn auf meinem Herzen lässt die Schwere sich gerade gern nieder, sitzt da immer mal wieder wie eine riesige, klamme, schleimende Nacktschnecke. Weiterlesen

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Vom Liebgewinnen

Nachts wachte ich auf und das Seufzen in mir reichte von einer Wand des Zimmers zur anderen, denn ich musste an einen liebenswerten Menschen denken, der einen langen, traurigen Tod zur Unzeit starb und statt wieder einzuschlafen machte ich mir Gedanken um seine Gefährtin, wo sie wohl die nötige Kraft herbekommen würde. Ob ich etwas für sie tun könnte, obwohl sie so weit weg von hier lebt.

Ein paar tief erleichterte Tränen tröpfelten über meine Wangen, als ich hörte, dass sich bei der Diagnostik eines kleinen Mädchens nicht die befürchtete Krebserkrankung, sondern eine vergleichsweise harmlose Ursache ergeben hat.

Wie schön auch, dass eine, die mir ans Herz gewachsen ist, von einem langen, aufreibenden, heimwehgeplagten Krankenhausaufenthalt offensichtlich sehr profitiert hat und jeder ihrer derzeitigen Berichte kann mir ein Strahlen ins Gesicht zaubern. Weiterlesen

Ganz klein

Dieser Text enthält Links zu Websites, denen ich vertraue. Dass auch dort Daten von Ihnen gespeichert werden, ist Ihnen sicherlich bewusst.

Herbstanfang. Ein Dreieck Wildgänse zieht rufend über den Garten. Kommt heil zurück, rufe ich ihnen leise nach. Ein paar Bläulinge flattern am Ende dieses Sommers ohne Schmetterlinge doch noch um blühende Nachtkerzen herum und ich kann mich kaum satt sehen an ihnen. Ich pflücke die gefühlt hundertste Zucchini des Jahres, sie wird eine der letzten sein.

Ich denke an das Mädchen, das in dem Alter war seine Flügel auszubreiten und stattdessen in der Nacht zum Montag gestorben ist. Zaungast war ich bei diesem Tod,  eine dicke Telefonleitung eigentlich nur, zur kleinen Schwester, die ihr Patenkind auf eine Weise begleitete, vor der ich mich tief verneige. Nicht nur sie wuchs über sich hinaus. Wenn ein Mensch schon zur Unzeit sterben muss, dann so umhüllt wie dieses Kind. Weiterlesen

Feuergeschichten

IN GIRUM IMUS NOCTE ET CONSUMIMUR IGNI

„Wir gehen im Kreise bei Nacht und werden vom Feuer verzehrt“

Die Quelle für dieses Zitat scheint unbekannt zu sein. Wenn jemand den Verfasser oder die Verfasserin weiß, würde ich mich freuen, es zu erfahren. Danke.

Waldbrände beherrschen die Nachrichten. Jederzeit und überall im vertrockneten Europa können neue aufflammen. Weiterlesen

Wonach der Juni riecht (inspiriert von Fräulein Readon)

Ich bin verliebt, textverliebt. Es war mal wieder höchste Zeit für dieses aufwühlende Gefühl etwas zu lesen, das so schön ist, dass es kaum auszuhalten ist. Man möchte aufspringen, um jemanden Passagen vorzulesen, einzig damit ein geliebter Mensch keine einzige Sekunde seines Lebens mehr ohne dieses reine Glück auskommen muss. Und dann weiterlesen, weiterlesen ungeachtet des Abwaschs, der zu erledigenden Posts, des Schlafbedürfnisses. Einfach nur mehr lesen, sich ganz ausfüllen mit einem Buch, mit Gedichten oder jetzt gerade mit einem Blog. Weiterlesen

Frau Fundevogel auf Besuch bei den Kleinstadtlöwen

Bettina sammelt in ihrem Blog Kleinstadtlöwen rührig Berichte über schulische Inklusion. Letztes Jahr hat sie einen kompletten Adventskalender damit befüllt : Texte über das Gelingen und Nicht-Gelingen von Inklusion, über Vorbehalte, Vorurteile und weit aufgehaltene Türen, über Behördenirrsinn und unkonventionelle Lösungen.

Gern habe ich die wechselvollen Erfahrungen beigesteuert, die der Große Fundevogel und zwangsläufig auch ich mit dem Weg der inklusiven und nicht mehr inklusiven Beschulung gemacht haben.

Da ich weiß, dass für einige der hier Lesenden das Thema interessant ist: Hier geht es zum Artikel.

Ressource auffälliges Kind

Zur Vorgeschichte:Dabei sein kostet extra

Dreitausendsechshundertsiebenundneunzig.

So viel Geld bekommt die Kindertagesstätte von nun an monatlich für die Betreuung des kleinen Fundevogels. Ein externer Gutachter bestätigte den Bedarf, den der Kindergarten sah und wir erhielten einen neuen Kita-Gutschein. Die Kündigung vom letzten Jahr ist hinfällig.

Der „Familienanteil“ dieser stolzen Summe beträgt lächerliche fünf Euro, alles andere bezahlt die „öffentliche Hand“, also auch viele meiner geschätzten Leserinnen und Leser, recht herzlichen Dank an dieser Stelle dafür.

Und was bekommt der kleine Fundevogel für das viele Geld? Weiterlesen