20 Jahre ohne Gerechtigkeit – auch im Livestream zu verfolgen

Falls es noch Menschen gibt, die diese Veranstaltung verfolgen wollen, aber nicht können, weil der Weg ins Hamburger Rathaus zu weit ist -es wird morgen 11.8. ab 18 Uhr einen Livestream geben:

Wenn diese Veranstaltung dann gewesen ist und der Kleine Fundevogel am Tag darauf eingeschult sein wird, werde ich hoffentlich auch irgendwann demnächst wieder Zeit und Kraft für diesen armen vernachlässigten Blog haben.

20 Jahre ohne Gerechtigkeit

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Es gibt einen kleinen Ort in Uganda, an dem ich nie war und dem ich mich dennoch sehr verbunden fühle.

Diesen Monat jährt es sich zum zwanzigsten Male, dass im Distrikt Mubende rund 4000 Menschen von der ugandischen Armee gewaltsam und sehr grausam vertrieben wurden, damit dort im Auftrage der in Hamburg ansässigen Neumann Kaffee Gruppe die Kaweri Kaffeplantage angelegt werden konnte.

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Neunzehn Jahre warten auf Gerechtigkeit

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Es gibt Orte auf der Welt, an denen bin ich nie gewesen und werde vermutlich auch niemals hinkommen und dennoch hänge ich sehr an ihnen. Es sind keine großen, berühmeten Städte wie New York oder Venedig, wo auch ich niemals war, sondern kleine unbekannte Örtchen ohne Glamour und Sehenswertes und doch lebt ein Stückchen meines Herzens in ihnen. Ihre Menschen und Geschichten haben mich tief bewegt.

Einer davon ist Kilometer 16 in Paraguay, aber heute bin ich mit einem Teil meines Herzens in Uganda.

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Die Falterbitte — wie es (nicht) weiterging

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Viele von Ihnen haben im April vergangen Jahres die Falterbitte, ein von mir so genannte Petion für eine genauerer Prüfung von Insektiziden vor ihrer Zulassung unterzeichnet.

Seit Monaten schon kümmert sich nun alle Welt nur um Corona und ebensoWichtiges wenn nicht noch Wichtigeres geht unbemerkt verloren.

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26.April 1986

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Gedenkstein am Atomkraftwerk Brokdorf

aufgestellt von den Basisgemeinenden Schulau und Wulfshagenerhütten und offensichtlich von allen respektiert


Ich will diesen Tag nicht vergessen.

Mich erinnern, in diesem Jahr nicht in der Gemeinschaft am Atomkraftwerk am Elbdeich, diesem verqueren Sehnsuchtsort, sondern in einem Frühjahr, das ohne Traditionen überstanden werden muss. Wieder aus dem Rhythmus des Jahres gefallen, wieder Angst vor einer unsichtbaren Gefahr, ein bisschen wie damals und doch ganz anders. Weiterlesen

Heute kann es regnen, coronan oder schnei’n…

Seit Freitag bröselten die Fundevogelgeburtstagspläne dahin. Beim Abholen aus der Kita war klar, dass die Geburtstagsrituale der Kita für den Kleinen Fundevogel diesmal nicht stattfinden würden, jedenfalls nicht an seinem Geburtstag. Am Sonntag sagte ich dann den Gästen für nachmittags auch ab. Das Vögelchen war und ist ordentlich am Husten. Wie bei jedem kleinsten Infekt vermutlich wochenlang, das kennen wir schon und die Hustenhygiene sitzt noch immer nicht, obwohl schon lange vor Corona eingeführt. Feiern mit der Oma und den ebenfalls hochbetagten Großeltern aus Leidenschaft wurden deswegen ebenfalls gestrichen. Gestern noch hegte ich -meiner Abneigung gegen Zoos trotzend – den Plan zur Feier des Tages einmal leibhaftige Elefanten anzugucken, vorausgesetzt der Husten sei soweit eingedämmt, dass man sich in eine U-Bahn wagen könnte. Weiterlesen

Wahlsonntag

Vor ein paar Wochen nun plumpsten drei dicke Umschläge in den Nestbriefkasten, die Unterlagen zur Teilnahme an der Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft.

Der Große Fundevogel reagierte alarmiert: Muss ich das? Beißt das? Da beschäftige ich mich später mit. Vergesse ich lieber einfach.

Könnte man natürlich so laufen lassen, es gibt keine Wahlpflicht in Deutschland, aber es widerstrebt mir. Habe ich nicht Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um dem Fundevogel eine gesetzliche Betreuung zu ersparen? Gehört in einer Demokratie leben zu lernen nicht irgendwie auch zum Erziehungsauftrag? Weiterlesen

Wo warst du?

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Fragen sie sich gegenseitig in diesen Tagen. Sie wissen schon an diesem Tag, in dieser Nacht vor dreißig Jahren, als wieder einmal bewiesen wurde, dass keine Mauer ewig steht.

Also ich war im KZ.

Natürlich nicht als Häftling, durchaus freiwillig war ich da, an diesem grausigen Ort in den Hamburger Vier-und Marschlanden, in der Klinkerhalle des ehemaligen Konzentrationslagers Neuengamme, dem einzigen Konzentrationslager, das nicht durch allierte Truppen befreit, sondern quasi leergeräumt übergeben wurde. Die meisten skandinavischen Insassen wurden auf Bestreben des Grafen Bernadotte nach Schweden übergeben, die anderen aber wurde auf Todesmärsche nach Bergen-Belsen oder sonstwohin geschickt, tausende auf den Schiffen Cap Arcona und Thielbek zusammengepfercht, die schließlich am dritten Mai 1945 bei einem britischen Luftanfgriff in der Neustädter Bucht versenkt wurden. Weiterlesen