Stürmisch

Am Sonntag nun haben der Kleine Fundevogel und ich mit meiner Mutter telefoniert, und wir konnten die Ostsee toben hören, wenn sie das Telefon ans geöffnete Fenster gehalten hat, sehen kann man das Meer übrigens nicht, so dicht am Strand wohnt sie nun auch wieder nicht.

Sie schläft jetzt wieder, sagt der Erzählvogel in mein Ohr und es klingt wie, das hast du nun davon.

„Sie“ ist meine kleine libellenflügelige Freundin, die Fee Cardámine, die kurzfristig aus dem Winterschlaf erwacht war und dieses Abenteuer in Form einer Abc-Extra-Etüde teilen wollte, einem Geschichtenformat, das bei Christiane in Monaten mit Extrasonntagen serviert wird.

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Fremde Federn 4 – und impflich Befindliches

„Man soll sich mit fremden Federn schmücken, solange man welche hat“, steht auf einem Kühlschrankmagneten.

Vorweg, weil ich jetzt so oft gefragt worden bin: Ich habe Anfang der Woche meine erste Coronaimpfung bekommen, bei meinem Arbeitgeber, nicht in einem Impfzentrum. Es war eine Impfung wie jede andere auch, desinfizieren, pieken, Pflaster drauf, nur vorher noch fünf Seiten Aufklärung lesen, ausfüllen und unterschreiben. Hinterher habe ich mich zwei Tage lang gefühlt, als ob ich jetzt gleich krank würde, aber nun scheint der Körper damit durch zu sein.

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Weihnachtsunruhen

Tage nach Nachtdiensten sind seltsame Tage. Ich schlafe zwar bis mittags und fühle mich ausgeruht, bin aber innerlich nicht so richtig da, schnell mit den Gedanken woanders, schnell zum Weinen zu bringen, im Nu zu entmutigen.

Beim Aufwachen das Gefühl, Weihnachten schaffe ich nie, ich wollte doch noch… Karten schreiben, Geschenke einwickeln und eigentlich auch noch eine Weihnachtsgeschichte schreiben. Die Weihnachtsgeschichte ist kapriziös, schleicht sich an, will springen und sitzt dann dann kläglich da, als belangloses, kitschiges, unausgegorenes, letztlich verworfenes Etwas, seit zwei Wochen mindestens.

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