Kleine Reminiszenz

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Eine Sache vorweg: Wer nicht ohnehin schon bei dergl liest, schaue doch hier und dort. Es geht um das Recht auf selbstbestimmtes Leben, das wir alle so dringend wollen und das vielen Menschen verwehrt wird.

Hier im Nest wird zurzeit viel gekrächzt, gegrummelt und liegen gelassen (und darum, liebe dergl, musstest du auch erst deutlich werden). Das haben sie im Moment alle wochenlang, versichert die Hausärztin und seufzt.

Im Februar müssen wir aber wieder richtig gesund sein, versichern wir uns gegenseitig. Im Februar wird der Große Fundevogel volljährig. Weiterlesen

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Die Suche nach dem Dazwischen (für Lydias Blogparade)

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Zum ersten Mal beteiligt sich das Fundevogelnest mit diesem Beitrag an einer Blogparade, der Aufruf dazu stammt von Lydias Welt, einem Blog, den ich kürzlich entdeckt und schon ins Herz geschlossen habe.

Durch Charlottes Adoptionsblog fand ich zu Lydias Frage Was darf man Kindern zutrauen?

Eine Frage auf die es im vielfältigen Fundevogelnest, vielfältige Antworten gibt. Weiterlesen

Brilles Abwege

Am Samstagmorgen nun ist Brille weg, irgendwie zwischen gemütlichem Wochenendmorgenvorlesen und Aufstehen verschwunden. Das ist nicht besonders aufregend, Brille ist die geborene Abenteurerin. Solange wir wissen, wo Ersatzbrille ist, die zwar veraltet und nicht optimal ist, aber den Kleinen Fundevogel vor Kollisionen mit dem Türrahmen bewahrt – das passiert wirklich – , ist alles gut. Ich schüttel ein bisschen am Bettzeug herum und schlüpfe für alle Fälle in einen Gummihandschuh, nein in den Abflussrohren der Toiletten ist Brille dieses Mal nicht gelandet und wenn doch, ist es schon zu spät.

Meistens taucht Brille so unvermutet wieder auf, wie sie verschwindet, bevorzugt an Plätzen, an denen man schon dreimal nach ihr gesucht hat.

Sonntagmorgen genießen der Kleine Fundevogel, Ersatzbrille und ich wieder das vorlesende Faulenzerglück, bis mir plötzlich etwas einfällt.

Fundevogel, sage ich, Brille muss wieder her, wir haben morgen einen Termin beim Augenarzt.
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Weihnachten – nichts für Weicheier

Weihnachten ist weitgehend vorbei. Ganz vorbei wird es sein, wenn der Weihnachtsbaum meinen Schreibtisch verlässt und keine Schokoladenweihnachtsmänner mehr als morgendlicher Brotbelag zur Verfügung stehen. Und wenn der Kleine Fundevogel wieder schläft.

Er wirkt so unbekümmert, Hänschen klein ging allein die weite Welt hinein, keinen Blick zurück wirft er, wenn eine Schiebetür sich auftun könnte, ein Schalter lockt, eine Fahrstuhltür, ein Hund. Völlig unbefangen geht er auf Wildfremde zu, erzählt ihnen was ihm gerade durch den Kopf geht, fordert ohne eine Spur des Unbehagens im Bus Fahrgäste auf, ihm diesen, ja genau diesen von ihm erwünschten Platz freizugeben (nein, das erlaube ich nicht). Weiterlesen

Ewigkeitssonntag, Etüden, Ergebenheit

Totensonntag, Ewigkeitssonntag, das protestantische Pendant zu Allerseelen, der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Ich glaube noch immer nicht an Gott, aber der Rhythmus des Kirchenjahres gibt Takt. Auf dem Frühstückstisch sollen wie jedes Jahr Kerzen brennen für die, die im Umkreis des Nestes gestorben sind, ob sie nun Menschen waren, Fell oder Federn trugen. Weiterlesen

Anderer Blick

Die Auszubildende der Kita fragt, ob sie den Kleinen Fundevogel zum Objekt einer Hausarbeit machen darf. Und ob sie dafür Fotos machen darf.

Sie darf.

„Gucken Sie mal, voll süß geworden“, strahlt sie und schenkt mir Abzüge der Fotos. Liebevoll fotografiert, denke ich.

Ein paar Wochen später strahlt sie noch mehr: Bestnote! Ob ich ihre Hausarbeit vielleicht lesen möchte? Weiterlesen

Die kleine Schwester der Zauberei

Auf meinen Text von vorgestern über den Großen Fundevogel und auch auf den über den Kleinen vom Sommer bekam ich schöne und herzwärmende Kommentare.

Dafür noch einmal den allerherzlichsten Dank.

Und mag es sich auch ein wenig verrückt anhören, nicht nur die Kommentare, auch die Texte erwärmen mein eigenes Herz, das sich nach Wärme sehnt, denn auf meinem Herzen lässt die Schwere sich gerade gern nieder, sitzt da immer mal wieder wie eine riesige, klamme, schleimende Nacktschnecke. Weiterlesen

15 Jahre Großer Fundevogel – die zweite Liebeserklärung

Lieber Großer Fundevogel,

Vor ziemlich genau fünfzehn Jahren trat ich aus einem Fahrstuhl. Übel vor Aufregung war mir dabei, denn dort erwartete mich eine Frau, neben ihr ein Buggy mit einem wohlverpackten Kind. Das Kind war nicht besonders gut zu erkennen, war der größte Teil doch durch einen dunkelblauen Schneeanzug verdeckt. Was noch rausguckte, verschwand unter einer Mütze mit rotem Rand und hinter einem Schnuller, der falsch herum im Mund saß. Weiterlesen

Ausflug (ABC-Etüde)

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Die Wortspende von Bernd , Hüter des Blogs Red Skies Over Paradise , zur neuen Etüdenrunde

Pfründe

mondän

lassen

schrie für mich irgendwie nach einem historischen oder politischen Text, der sich aber nicht einfinden mochte. Stattdessen erfahren Sie nun vom Gebaren der Zahnbürsten und unsichtbaren Vögel im Fundevogelnest. Weiterlesen

Versüßen

Jeden Oktober rollt von der Kirchengemeinde, der der Student der Geowissenschaften einen großen Teil seiner Zeit und Energie widmet, ein Vierzigtonner nach Rumänien. Eine Partnergemeinde gibt es dort, einen Ort an dem viele Familien in großer Armut leben. Roma auch, die sich in einer rassistischen Gesellschaft fast tot arbeiten könnten, ohne je ein Einkommen zu erwirtschaften, das diesen Namen verdiente. Weiterlesen