Aus dem Keller geholt II (Etüdensommerpausenintermezzo)

Das ist Sommer: Nach Hause kommen mit müden Kindern nach einem Tag am Meer, bei der Oma gewesen, noch wohnt sie an der Neustädter Bucht. Schwesterchen hat ihren Geburtstag gefeiert, alle Jahre wieder mit Freundinnen und Freunden am Strand, fröhlich, aber nicht unbeschwert, immer wieder sind wir bei dem Mädchen, das starb.

Beim Öffnen der Türe riecht man die Süße schon und das wabige Wachs. In der Stube stehen die Honigeimer, versuche noch den letzten Rest der kostbaren Süße aus den Waben zu pressen. Die Wärme staut sich, denn die Fenster bleiben zu, sonst hätten wir alle Bienen des Stadtteils im Nest, die nicht ganz unberechtigt einforderten, was ihnen gehört.

Die Türklinken kleben und das leicht ziehende Geräusch beim Gehen verrät: Die Böden auch. Eigentlich alles, einschließlich unserer selbst. Weiterlesen

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Aus dem Keller geholt (Etüdensommerpausenintermezzo)

Urlaub, Sommer, Sonne, Honigernte, Bach planschen, Muße…. Äh, was bitte? Muße?

Nein, Muße fällt aus. Erst wenn ich den Kleinen Fundevogel 24 Stunden um mich habe, merke ich, was ich während 4,5 Stunden Kita alles geregelt bekomme. Ich bin zwar keine Vormittags, – sondern eher eine Nachtschreiberin. Aber in diese Stunden rutscht nun, was ich tags hätte erledigen sollen. Und egal wieviel Ferien wir haben, der Kleine Fundevogel kräht pünktlich in der Früh. Weiterlesen

In freundschaftlicher Sorge (ABC-Etüde)

Mein Kopf ist gerade sehr beschäftig, der Erzählvogel kommt kaum noch zu Wort, manches schreibe ich auf, manches von dem Geschriebenen stelle ich hier ein. Hintenrunter fallen dabei die von „aussen“ angefragten Texte, Ullis Alltagsprojekt zum Beispiel und auch die Etüden. Aber ohne Etüde fühlt es sich einfach nicht gut an, also habe ich diesmal keine Geschichte geschrieben, sondern meine ausfüllenden Gedanken mit der schönen Wörterspende vom Blog Kopf und Gestalt,(wo ich zurzeit meistens die faszinierenden Insektenbilder bewundere) kombiniert

Füße

harmonisch

wünschen Weiterlesen

Weil du gefragt hast …

… wofür ich dankbar bin, genauer gesagt: Wofür in meinem Leben ich am meisten dankbar bin.

Und ich konnte diese Frage nicht so richtig beantworten, mäanderte und schwafelte herum.

Für die Kinder. Natürlich. Dass sie leben, mir vertrauen, ihren Weg irgendwie gehen.

Für Freundschaften, für alle Menschen, die mir wichtig sind und denen ich etwas bedeute.

Für Haustiere auch. Durchaus.

Für alles was ich an Liebe, Selbstlosigkeit, Trost, Verzeihen, Zärtlichkeit und Solidarität erfahren durfte.

Für alle Geschichten, die erlebten, die erzählten, die gelesenen, geschriebenen und hinterbrachten.

Überhaupt zu leben, immer noch zu leben, wobei ich doch meine Geburt schon fast nicht überlebt hätte.

Dafür auf diesem noch immer wunderbaren Planeten zu leben, seine Schönheit und Verwundbarkeit wahrnehmen zu können.

Dass ich in diesem Sommer wieder die schrillen Schreie der Mauersegler beim Schreiben hören darf und wenn ich aufblicke mehr von ihnen als all‘ die Jahre zuvor ihre Kreise ziehen sehen darf. Sie sind nämlich doch noch gekommen. Weiterlesen

Inklusive Wechselfälle

Im Februar vergangenen Jahres veröffentlichte ich einen Erfahrungsbericht über schulische Inklusion als Gastbeitrag auf dem Blog Kleinstadtlöwen.

Die Kleinstadtlöwen befinden sich nun schon länger im geschützten Modus.

Beim Stöbern in meiner Statistik habe ich neulich festgestellt, dass just dieser alte Beitrag sehr oft angeklickt wird.

Deshalb stelle ich diesen Text hier noch einmal für alle Interessierten lesbar ein. Weiterlesen

Die Faust (ABC-Extra-Etüde)

Der Juni war ein Monat mit einem Extrawochenende, das auch extra heiß war. Deshalb gibt es eine Extraetüde.

Bei diesem Extra sind 200 Wörter extra erlaubt, also 500 Wörter, die ich selbstredend komplett aufgebraucht habe. Fünf dieser Wörter mussten aus den Wörterspenden der  beiden vorherigen Etüdenrunden stammen. Sie finden sich in der Illustration und  wurden von Viola und Werner Kastens freundlicherweise spendiert. Weiterlesen