Weil du gefragt hast …

… wofür ich dankbar bin, genauer gesagt: Wofür in meinem Leben ich am meisten dankbar bin.

Und ich konnte diese Frage nicht so richtig beantworten, mäanderte und schwafelte herum.

Für die Kinder. Natürlich. Dass sie leben, mir vertrauen, ihren Weg irgendwie gehen.

Für Freundschaften, für alle Menschen, die mir wichtig sind und denen ich etwas bedeute.

Für Haustiere auch. Durchaus.

Für alles was ich an Liebe, Selbstlosigkeit, Trost, Verzeihen, Zärtlichkeit und Solidarität erfahren durfte.

Für alle Geschichten, die erlebten, die erzählten, die gelesenen, geschriebenen und hinterbrachten.

Überhaupt zu leben, immer noch zu leben, wobei ich doch meine Geburt schon fast nicht überlebt hätte.

Dafür auf diesem noch immer wunderbaren Planeten zu leben, seine Schönheit und Verwundbarkeit wahrnehmen zu können.

Dass ich in diesem Sommer wieder die schrillen Schreie der Mauersegler beim Schreiben hören darf und wenn ich aufblicke mehr von ihnen als all‘ die Jahre zuvor ihre Kreise ziehen sehen darf. Sie sind nämlich doch noch gekommen. Weiterlesen

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Das Rauschen in den Kronen

Der Kleine Fundevogel schläft schnuffelnd unter seiner Marienkäferlampe, die Spülmaschine brummt dezent vor sich hin. Die Großen sind nicht da.

Ich trete auf den Balkon, fülle die Vogeltränke, gieße die Kräutertöpfe, hänge Wäsche ab und Wäsche auf, wie die Gezeiten über einen alten Stein im Wattenmeer laufen die Wäschestücke regelmäßig durch meine Hände, auf den Wäscheständer und wieder herunter, Ebbe und Flut, Aufhängen und Abhängen bis in alle Ewigkeit.

Es rauscht, nicht die Gezeitenwäsche ist das, die Baumkronen rauschen, die Baumkronen, die unser Nest so kuschelig umgeben, als hätten wir es wirklich in die Äste hineingebaut zwischen Hainbuchen, Spitzahorn, Ahlkirsche und Weißdorn. Endlich rauscht ihr volles Sommerlaub wieder im Winde. Ohne dass es mir bewusst war, fehlte mir dieses Geräusche den ganzen blattlosen Winter lang wie die Schreie der Mauersegler. Weiterlesen

Die Suche nach dem Dazwischen (für Lydias Blogparade)

Dieser Text enthält Links zu Websites, denen ich vertraue. Dass auch dort Daten von Ihnen gespeichert werden, ist Ihnen sicherlich bewusst.

Zum ersten Mal beteiligt sich das Fundevogelnest mit diesem Beitrag an einer Blogparade, der Aufruf dazu stammt von Lydias Welt, einem Blog, den ich kürzlich entdeckt und schon ins Herz geschlossen habe.

Durch Charlottes Adoptionsblog fand ich zu Lydias Frage Was darf man Kindern zutrauen?

Eine Frage auf die es im vielfältigen Fundevogelnest, vielfältige Antworten gibt. Weiterlesen

Besondere Zeit Fußballweltmeisterschaft

1978. Sommerferien. Fußballweltmeisterschaft der Herren, wie jetzt, nur nicht umstritten in Russland, sondern umstritten in Argentinien. Schwarz-Rot-Gold war noch nicht allgegenwärtig, vielleicht weil noch nicht ganz so viele Billigplastikartikel zu haben waren und Public Viewing fand überwiegend in Kneipen statt, zur Not vor dem Schaufenster eines Fernsehgeschäftes. Weiterlesen