Weil du gefragt hast …

… wofür ich dankbar bin, genauer gesagt: Wofür in meinem Leben ich am meisten dankbar bin.

Und ich konnte diese Frage nicht so richtig beantworten, mäanderte und schwafelte herum.

Für die Kinder. Natürlich. Dass sie leben, mir vertrauen, ihren Weg irgendwie gehen.

Für Freundschaften, für alle Menschen, die mir wichtig sind und denen ich etwas bedeute.

Für Haustiere auch. Durchaus.

Für alles was ich an Liebe, Selbstlosigkeit, Trost, Verzeihen, Zärtlichkeit und Solidarität erfahren durfte.

Für alle Geschichten, die erlebten, die erzählten, die gelesenen, geschriebenen und hinterbrachten.

Überhaupt zu leben, immer noch zu leben, wobei ich doch meine Geburt schon fast nicht überlebt hätte.

Dafür auf diesem noch immer wunderbaren Planeten zu leben, seine Schönheit und Verwundbarkeit wahrnehmen zu können.

Dass ich in diesem Sommer wieder die schrillen Schreie der Mauersegler beim Schreiben hören darf und wenn ich aufblicke mehr von ihnen als all‘ die Jahre zuvor ihre Kreise ziehen sehen darf. Sie sind nämlich doch noch gekommen. Weiterlesen

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Inklusive Wechselfälle

Im Februar vergangenen Jahres veröffentlichte ich einen Erfahrungsbericht über schulische Inklusion als Gastbeitrag auf dem Blog Kleinstadtlöwen.

Die Kleinstadtlöwen befinden sich nun schon länger im geschützten Modus.

Beim Stöbern in meiner Statistik habe ich neulich festgestellt, dass just dieser alte Beitrag sehr oft angeklickt wird.

Deshalb stelle ich diesen Text hier noch einmal für alle Interessierten lesbar ein. Weiterlesen

Die Faust (ABC-Extra-Etüde)

Der Juni war ein Monat mit einem Extrawochenende, das auch extra heiß war. Deshalb gibt es eine Extraetüde.

Bei diesem Extra sind 200 Wörter extra erlaubt, also 500 Wörter, die ich selbstredend komplett aufgebraucht habe. Fünf dieser Wörter mussten aus den Wörterspenden der  beiden vorherigen Etüdenrunden stammen. Sie finden sich in der Illustration und  wurden von Viola und Werner Kastens freundlicherweise spendiert. Weiterlesen

Wie der Froschkönig die Frau Fundevogel etwas lehrte (ABC-Etüde)

Die Wörterspende für die Etüden stamm dieses Mal von Viola, deren ehrlichen Texte ich sehr gern lese.

Froschkönig

trüb

helfen

heißen ihre Wörter, die in einem Text mit höchstens 300 Wörtern vorkommen sollen.

Alles mehr oder weniger Märchenhafte, das um Violas Wörter herum gesponnen wurde, findet sich bei Christiane, die wie immer alles vorbildlich organisiert und illustriert hat. Weiterlesen

Der Frau Magister ganz wunderbare Ferien

Teilt man sein Leben mit Kindern ab etwa fünf Jahren aufwärts und trifft dann Menschen, auf die das auch zutrifft, landet das Gespräch über kurz oder lang bei dem Thema Schule im Allgemeinen und bei den dort Arbeitenden im Besonderen.

Unmöglich, vollkommen unfähig, überfordert sind Vokabeln, die in diesen Gesprächen häufig fallen. An Lehrern und Lehrerinnen kein gutes Haar zu lassen scheint fast so beliebt zu sein wie verbal über Menschen hererzufallen, die sich in der Kommunalpolitik abrackern.

Es manchen Eltern recht zu machen, muss fast unmöglich sein.

Ich bin auch schon an Menschen dieses Berufsstandes verzweifelt. Ich selbst bin ausgespochen ungern zur Schule gegangen, war aber immer eine Schülerin mit akzeptablen Leistungen und ansonsten wahrscheinlich völlig unauffällig, habe also wenig Stress mit Lehrern gehabt, diesen aber manches Mal ungläubig bei anderen mit angesehen, Freundinnen in existentielle Krisen stürzen sehen. Obwohl die meisten, die ich kannte, ihre Eltern deutlich mehr zu fürchten hatten als ihre Lehrer- und das erschreckt mich bis heute. Weiterlesen

Junikind — die Liebeserklärung, die noch fehlte

Die Fundevögel, der Große und der Kleine, haben diesem Blog seinen Namen gegeben.

Doch im Nest lebt noch ein sehr Geliebter, einer, der lang schon kein Kind mehr ist und doch mein Baby war, das ich Ende des letzten Jahrhunderts an einem Mittwoch noch Pfingsten gebar (nun ja, mir mühsam entrissen wurde, aber das erspare ich Ihnen).

Die Erinnerung versteht vieles zu retouchieren, mit Weichzeichnern und entzückenden kleinen Ornamenten zu versehen, da soll man sich nichts vormachen, heißt es mahnend.

Ja, ich weiß.

Es gab in der ersten Zeit mit Kind auch einiges an Tränen, Zweifeln und  Verwerfungen, nicht zuletzt mit dem Mann, ohne den es dieses Kind nie gegeben hätte.

Geblieben, im Herzen spürbar geblieben, ist die Erinnerung an das Glück der ersten Jahre, vielleicht auch das ein Grund, dass ich mich seit jeher schwer tue, mich für die Bedürfnisse von Alleinerziehenden zu engagieren oder wenigstens so zu interessieren, wie es für eine dreifache alleinerziehende Mutter naheliegend wäre. Weiterlesen

Das Zaubererhaus (ABC-Etüde)

Alles ist plötzlich  voller orangener Schmetterlinge. Bei Ihnen auch?

Distelfalter sind es, Wanderfalter, die den Winter im nördlichen Afrika und im Nahen Osten verbringen und von denen es alle paar Jahre Masseneinflüge gibt (bei Interesse ist reichlich im Netz darüber zu finden z.B.beim NABU)

Ich kann nicht umhin jedem einzelnen zuzulächeln. Und in meinem Garten, in dem es aus Zeitmangel noch irrer wuchert, als es sowieso schon soll, sind die Tische schon mal reich für sie gedeckt.

Vielleicht ist es ja dem Distelfalterumflattertsein zu verdanken, dass mir endlich mal wieder eine leichte Etüde gekommen ist, ausgerechnet zu den eher schweren Wörtern, die Werner Kastens spendete: Weiterlesen

Der Sog

Dieser Text enthält Links zu Websites, denen ich vertraue. Dass auch dort Daten von Ihnen gespeichert werden, ist Ihnen sicherlich bewusst.

Viel ist in den letzten zwei Wochen über das Fräulein Read On geschrieben worden, über die Bloggerin, der überzeugend vorgeworfen wird, sich eine jüdische Familiengeschichte und einiges anderes zusammengesponnen und als authentisch verkauft zu haben, bis hin zum Einreichen biographischer Angaben über erfundene und angeblich in Vernichtungslagern ermordete Familienmitglieder bei der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem.

Sie lässt mich nicht los, aber ich werde diese Geschichte nicht noch einmal wiederkäuen. Sie ist im Netz vielfach verfügbar, einschließlich reichlicher Empörung, es-schon-immer gewusst haben (ich nicht!) und vieler Versuche das irgendwie doch sehr Erschütternde einzuordnen, Lehren daraus zu ziehen und der ratlosen Frage, was um Himmels Willen attraktiv daran sein könnte, als Nachfahrin von Holocaustopfern wahrgenommen zu werden.

(besonders nachdrücklich fand ich diesen Text)

(und sehr behutsam und liebevoll jenen) Weiterlesen

Eine bürgerliche Frau des 20.Jahrhunderts (ABC-Etüde)

Die Wörterspende dieser Etüdenrunde ist etwas Besonderes, dergl gab ihren Spendenaufruf weiter an drei Personen. Das Team dergl spendete:

Malkasten

torpedieren

gleitend

Die ungewöhnliche Kombination von Malkasten und torpedieren brachte bei mir sofort etwas zum Klingen, ließ mich aber zögern, denn es ist immer so eine Sache über jemanden zu schreiben, den es wirklich gibt oder gab, zumindest wenn der Text keine Hommage ist. Daher betone ich: Dies‘ sind meine Erinnerungen und Interpretationen, nicht mehr und nicht weniger, wie sie hieß, wo das Dorf und die kleine Stadt liegen und woher ich sie kannte, ist unwichtig für den Text.

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